Veröffentlicht am 2026-02-26, Bildnachweis: Chengxin Zhao
Ich war ja die letzten beiden Jahre ziemlich hart auf dem Selfhosting-Trip. Eigene Server, eigene Infrastruktur, alles unter Kontrolle (zumindest theoretisch). Und es hat auch wirklich Spaß gemacht. Aber wie das so ist: Die Projekte wurden größer. Dann kam noch die Firma dazu. Aus einem Server wurden mehrere. Aus „ach, das läuft schon“ wurde Monitoring, Backups, Security-Checks, Updates, Firewalls, Reverse Proxies und das ganze Drumherum.
Und auch die Angriffsstruktur hat sich spürbar verändert. Ich sehe immer mehr Versuche, direkt an meine Hardware zu kommen. Bots, Scans, Login-Versuche, das volle Programm. Klar, vieles blockt man weg. Aber dieses Grundrauschen wird lauter. Und mit jedem zusätzlichen Projekt wächst auch die Verantwortung. Deswegen war ich schon wieder am Überlegen, zu einem anderen Anbieter zu wechseln.
Aber ganz ehrlich: Ich mag es nicht, alles zu den ganz großen Hyperscalern zu schieben. Dieses „Schieb es in die Cloud™“-Gefühl liegt mir nicht. Und die Abrechnung nach Verbrauch, auch wenn sie meistens niedrig ist, kann halt auch mal komplett eskalieren. Man muss sich nur mal ein paar Serverless-Horrorstories anschauen, bei denen ein kleiner Fehler plötzlich eine Rechnung mit vier oder fünf Stellen produziert. Nein danke.
Und dann bin ich über etwas gestolpert, das ich so gar nicht auf dem Schirm hatte:
Managed Container Hosting bei einem kleineren deutschen Anbieter. Genauer gesagt bei Mittwald. Kleiner Hoster, deutsches Unternehmen, Fokus auf Entwickler und Managed Container Hosting. Wo gibt’s denn sowas bitte?!
Klar, der Umzug hat ein bisschen gedauert. Infrastruktur migrieren macht man nicht mal eben zwischen zwei Kaffee. Aber inzwischen ist alles umgezogen und bisher sieht es richtig gut aus. Besonders positiv überrascht hat mich der Support. Ich hatte ein paar Spezialfälle mit meinen NextJS-Standalone-Projekten, und da wurde mir schnell und kompetent geholfen. Keine Copy-Paste-Antworten, sondern echte Unterstützung. Das ist heute leider nicht mehr selbstverständlich.
Und das Beste: Ich wache morgens auf und muss mir keine Gedanken mehr machen, ob mein Server nachts wieder Schluckauf hatte. Keine „Oh, der Dienst war 17 Minuten nicht erreichbar“-Pushnachricht mehr direkt nach dem Aufstehen. Managed – aber mit allen Vorteilen von Containern. Wie klasse ist das denn bitte? 😄 Ich hoffe sehr, dass ich in zwei Jahren immer noch genauso happy darüber berichte. Aber Stand jetzt fühlt es sich nach einem richtig guten Schritt an.
Und noch für alle, die denken: „Moment mal, das Bild oben passt doch gar nicht!“ – ja, ich weiß. Das ist ein Raspberry und kein „richtiger“ Server. Aber mit einem kleinen Heimserver auf einem Raspberry hat bei mir alles angefangen. Und allein dafür kann ich ihn immer noch absolut empfehlen. Auch wenn mein „Cubey“ heute etwas größer und stärker ist: Der Mini-Heimserver läuft immer noch und leistet zuverlässig seinen Dienst. Und irgendwie wird er wohl immer einen kleinen Ehrenplatz in meinem Setup behalten.